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Die Einsicht in die eigene Alkoholkrankheit ist die Grundvoraussetzung, um Hilfe für ein Leben ohne Alkohol, annehmen zu können. Oft macht sich der alkoholkonsumierende Betroffne schon Gedanken, ob mit seinem Alkoholkonsum noch alles stimmt oder ob er sich schon auf den Weg zur Alkoholabhängigkeit befindet. Die wirkliche Einsicht in die eigene Alkoholerkrankung ist oft vom persönlichen Tiefpunkt begleitet, wo es eigentlich keinen anderen Weg mehr gibt, als sich Hilfe zu holen, um ein nüchternes Leben zu erlernen. Dieser persönliche Tiefpunkt ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Einem reicht die Drohung des Arbeitsgebers oder des Lebenspartners, aber viele Betroffene der Alkoholsucht müssen erst wirklich tief sinken, ihr ganzes Leben verlieren, ehe sie bereit sind, kompromisslos Hilfe anzunehmen. Auf dem Weg zur Einsicht werden oft sehr viele Selbstversuche unternommen, die aber wegen der fehlenden Kompromisslosigkeit oft zum scheitern verurteilt sind, weil die notwendigen Schritte von den eigenen Gedanken bestimmt sind und nicht von der Notwendigkeit der wirklichen Bereitschaft zur Veränderung.

Hilfe annehmen heißt auch, sich selbst zu hinterfragen und mal darüber nachzudenken, ob andere Menschen, zum Beispiel heute trocken lebende Alkoholiker, vielleicht nicht besser wissen, wie man nüchtern werden und bleiben kann, als man selbst.